Diakonie Mitteldeutschland

27.10.2005 | Mitgliederversammlung in Halle

Halle (epd gekürzt/fw). Die ehemals drei Diakonischen Werke der evangelischen Kirchen Thüringens, Anhalts und der Kirchenprovinz Sachsen haben bei ihrer Fusion Ende 2004 zur Diakonie Mitteldeutschlands Vermögenswerte von knapp 32 Millionen Euro in den neuen Spitzenverband eingebracht.

Das geht aus den letztmals erstellten Einzelabschlüssen für das Jahr 2004 hervor, die die Mitgliederversammlung des neuen Wohlfahrtsverbandes am Donnerstag in Halle bestätigt habe, berichtete Vorstand Andreas Lischke vor Journalisten in der Saalestadt. Den größten Anteil habe die Diakonie Thüringen eingebracht, die das vergangene Jahr mit einem Überschuss von 27.000 Euro abgeschlossen habe. Die Diakonischen Werke der Landeskirche Anhalts und der Kirchenprovinz Sachsen hätten Fehlbeträge von 143.000 Euro und 116.000 Euro durch Griff in die Rücklagen ausgleichen müssen.«Die neue Diakonie Mitteldeutschland ist finanziell liquide und strebt einen ausgeglichenen Haushalt an», sagte Lischke.In den kommenden Jahren sei gleichwohl mit Kürzungen kirchlicher und staatlicher Zuschüsse zu rechnen, sagte Sozialvorstand Michael Spott.

Der Diakonie-Spitzenverband versuche deshalb, seine Personalkosten durch Altersteilzeit und Verbesserung interner Strukturen zu verbessern. Gezielte Entlassungen seien dagegen nicht vorgesehen.

Neben den Jahresrechungen 2004 war die Vorstellung des ersten „Jahrbuch Gerechtigkeit“ in Herausgeberschaft von 28 kirchlichen und diakonischen Institutionen Schwerpunkt der Mitgliederversammlung. Henry von Bose, Vorstand im Diakonischen Werk Württemberg stellte das Anfang November erscheinende Buch „Armes reiches Deutschland“ vor: „Wir müssen endlich unsere modernen Mythen aufgeben: den Mythos der Nichtbezahlbarkeit, den Mythos der zu hohen Arbeitskosten und den Mythos vom permanenten Wachstum, ohne den wir untergehen würden.“

 
 
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