Programm

14. September 2022
Globana Airport Hotel & Conference Center
Frankfurter Straße 4 | 04435 Schkeuditz

8. Kongress Christlicher Krankenhäuser in Mitteldeutschland

Tagesmoderation Maik Scholkowsky (angefragt)

9.00 Uhr

Ankommen

9.30 Uhr

Begrüßung
Dr. Michael Kühne

9.35 Uhr

Andacht
Bischof Dr. Gerhard Feige

10.00 Uhr

Grußworte
Staatsministerin Petra Köpping

10.10 Uhr

Aktuelles aus der Krankenhauspolitik (hybrider Vortrag)
Parlamentarischer Staatssekretär Prof. Dr. Edgar Franke, MdB

10.40 Uhr

Das Recht auf Assistierten Suizid – rechtliche Grundlagen und Einordnung
Prof. Dr. Wolfram Eberbach

11.30 Uhr

Kaffeepause

12.00 Uhr

Assistierter Suizid als Angebot christlicher Krankenhäuser?
Dr. Constantin Plaul

13.00 Uhr

Mittagsgebet
Ulrike Ebeling

Mittagessen

14.00 Uhr

FOREN

Forum 1: Todeswünschen erkennen und damit professionell umgehen
Pfarrer Matthias Blume

Es gibt Situationen, in denen Menschen den Lebensmut verlieren und sich den Tod herbeiwünschen. Dazu gehört das Gefühl der Sinnlosigkeit des eigenen Lebens, wenn Fähigkeiten verloren gegangen sind; der Verlust von Angehörigen und damit verbundene Einsamkeit; unheilbare Krankheit; schwere chronische Schmerzen oder Situationen der Angewiesenheit, die als entwürdigend empfunden werden.

Mitarbeitende in Pflegeeinrichtungen, Krankenhäusern und Hospizen sind immer wieder damit konfrontiert. Die Teilnehmenden am Forum werden dafür sensibilisiert und erhalten Anregungen für einen professionellen Umgang mit angedeuteten oder ausgesprochenen Todeswünschen. Ein Rezept gibt es dafür nicht. Aufrichtigkeit (auch sich selbst gegenüber), Beistand, Zuwendung, Empathie und Präsenz sind vermutlich wesentliche Säulen eines angemessenen Umgangs.

Forum 2: „Haben Pflegefachkräfte bei der Suizidassistenz (k)eine Aufgabe?"
Prof. Dr. Henrikje Stanze

Das Thema Suizidassistenz ist seit Februar 2020 aktuelles Thema vieler Debatten über die Behandlung und Versorgung von Menschen. Ärztinnen und Ärzte werden um ihre Aussagen befragt, doch die Stimme der Pflegefachkräfte fehlt. Internationale Studien zeigen, dass Pflegefachkräfte häufig beim Wunsch nach Suizidassistenz die ersten Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner sind und den Prozess vom Wunsch bis zur Durchführung begleiten. Auch danach ist es überwiegend die Berufsgruppe der Pflege, die sich der Hinterbliebenen annimmt. Die Fragen müssen betrachtet werden: Wieso äußern sich Pflegende nicht dazu? Was brauchen Pflegefachkräfte, um eine Haltung zu entwickeln und zu vertreten – auch bei auseinandergehenden Haltungen im mono- und multiprofessionellen Team? Wie können wir ein wertschätzendes Miteinander schaffen für Professionelle, Patientinnen, Patienten und Zu- wie Angehörige? Diesen Fragen nähert sich der Workshop an.

Forum 3: Chancen und Grenzen Klinischer Ethikberatung bei Anfragen zum ärztlich assistierten Suizid
Andre Nowak

Das Forum beschäftigt sich mit der Rolle von Ethikkomitees und Ethikberatung im Krankenhaus am Beispiel der Versorgung schwerkranker und palliativmedizinisch betreuter Patientinnen und Patienten. Nach einem Impulsvortrag durch den Referenten zur Bedeutung und Arbeitsweise von Ethikkomitees bei ethischen Herausforderungen in der Krankenversorgung, wird ein weiterer Fokus auf dem gemeinsamen Austausch zu ethischen Herausforderungen sowie den Chancen und Grenzen klinischer Ethikberatung bei Anfragen zum ärztlich assistierten Suizid liegen.

Forum 4: Vom ARD Themenabend Sterbehilfe bis zum Film Ein ganzes halbes Jahr – Mediale Diskurse über Assistierten Suizid und ihre gesellschaftlichen Implikationen
Dr. Freya Sukalla

Nachrichtenmedien berichten über aktuelle Entwicklungen zur Gesetzeslage zum assistierten Suizid. In politischen Talkshows werden ethische Aspekte selbstbestimmten Sterbens diskutiert. Fiktionale Filme und Fernsehserien verhandeln anhand individueller Geschichten Fragen nach Sterben und Tod. Zunehmend finden Debatten auch in sozialen Medien statt. Mediale Diskurse spielen eine zentrale Rolle für gesellschaftliche und politische Aushandlungsprozesse zum Thema assistierter Suizid. Dabei spiegeln sie gesellschaftliche und politische Debatten nicht nur wider, sondern konstruieren diese mit und prägen potentiell auch individuelle Vorstellungen.

Im Rahmen dieses Forums werden zunächst Ergebnisse kommunikationswissenschaftlicher Studien zum Thema assistierter Suizid präsentiert. Im Anschluss daran steht die Diskussion über Chancen und Risiken unterschiedlicher medialer Diskurse zum assistierten Suizid im Fokus.

15.30 Uhr

Kaffeepause

16.00 Uhr

Resümee des Tages
Prof. Dr. Henrikje Stanze

16.30 Uhr

Verabschiedung und Reisesegen
Christian von der Becke
Dr. Michael Kühne