SPUREN – OSTERN 2021

 

Wir haben Gottes Spuren festgestellt,
die Ostermorgen-Frauen haben das erlebt.
Womöglich wortwörtlich.
Fußspuren des Auferstandenen.
Christus.

Hier bin ich. Hat er gesagt.

Maria von Magdala und die andere Maria waren natürlich erschrocken. Erschrocken wegen all dem, was passiert ist, erschrocken wegen der Ansprache des Engels – gleichzeitig aber hoffnungsvoll.

Und als sie dann angesprochen werden, erkennen sie die Fußspuren Gottes. Freude siegt über die Furcht. Sie umfassten seine Füße, weil sie merkten: ER ist da.

Was dann geschieht ist christlicher Auftrag von Anfang an: Erzählt von dem, was ihr gehört und gesehen habt. In jeder Begegnung, bei der wir die Liebe Gottes benennen. In jeder solcher Erfahrung erscheint uns der Auferstandene, kommt uns nah und stärkt uns.

Es ist wichtig, dass wir diese Erfahrungen immer wieder wachhalten. Noch wichtiger ist es, dass wir diese Erfahrungen des Wirkens des Auferstanden in unserem Leben in Worte fassen. Denn wenn wir uns von diesen Erfahrungen erzählen, dann ermutigen wir uns gegenseitig und stärken unseren Glauben. Das gilt gerade auch in diesen Zeiten, wo wir manchmal erschrocken sind und Furcht spüren.

Doch nicht nur für uns selbst, sondern auch für unsere Welt, die diese Zuversicht so nötig hat, ist es wichtig, dass wir von Gottes Fußspuren erzählen. Dass wir davon erzählen, wie Christus uns angeschaut hat und wie er uns über den Tod hinaus Hoffnung gibt.

Lassen wir also unser Lebensgefühl und unsere Lebenseinstellung von diesen Spuren leiten und bestimmen. Bauen wir unser Leben vertrauensvoll auf diese hilfreichen und ermutigenden Erfahrungen des mitgehenden Gottes. Und reden wir davon. Das tut uns gut und stärkt uns. Und ein solches Zeugnis braucht unsere Welt. Fußspuren des Auferstandenen wünschen wir Ihnen zu diesem besonderen Osterfest.

Der Herr ist auferstanden - ER ist wahrhaftig auferstanden. Halleluja.

Christoph Victor

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