Kinderbuchaktion 2007

Auch in diesem Jahr wird wieder an vielen Orten zu Kinderbuchspenden aufgerufen. Gebrauchte aber wertvolle Bücher sollen anlässlich des internationalen Kinderbuchtages und anlässlich des Weltbuchtages an Kinder übergeben werden, denen der Zugang zu Bildung häufig verstellt ist.
Wärmestuben, Kleiderkammern und Beratungszentren der Diakonie sind bekannt dafür, konkrete Hilfen in sozialen und individuellen Notlagen zu leisten. Die Bitte um Bücherspenden in Arnstadt, Burg, Eisfeld, Erfurt, Gera, Genthin, Greiz, Halberstadt, Halle, Hildburghausen, Ilmenau, Magdeburg, Meiningen, Quedlinburg, Rudolstadt, Saalfeld, Salzwedel, Sonneberg, Pößneck, Wittenberg und Weida soll nun wiederholt auf den Zusammenhang von Armut und Bildung aufmerksam machen. Im Rahmen des Europäischen Jahres der Chancengleichheit will die Diakonie Mitteldeutschland mit der Kinderbuch-Aktion auf die nachweislich geringeren Bildungs- und Entwicklungschancen für Kinder in prekären Lebenslagen hinweisen.
Die Diakonie Mitteldeutschland und die beteiligten Einrichtungen rufen dazu auf, in der Zeit vom 2. bis 23. April „ausgelesene“ Kinderbücher zu spenden. Der 23. April ist als Welttag des Buches dann der passende Rahmen für Übergabeaktionen, Lesungen, Theateraufführungen. Erwünscht sind vor allem „wertvolle“ Kinderbücher, die Wissen, positive Erfahrungen oder kindgerecht neue Anregungen vermitteln können. „Lesen ist ein wesentlicher Grundzugang zu Bildung, ein gutes Buch kann Prägekraft für das ganze Leben entfalten und erweitert durch Phantasie und Wissen schon früh den eigenen Horizont. Gute Geschichten bestimmen auch nachhaltig unsere Wertvorstellungen.“, so Oberkirchenrat Eberhard Grüneberg, Chef der Diakonie Mitteldeutschland, zum zweiten Aufruf dieser Art.

Der Internationale Kinderbuchtag geht auf den Geburtstag des dänischen National-Schriftstellers Hans-Christian Andersen zurück (2. April 1805). Für den weltweit wohl bekanntesten Kinderbuch-Schriftsteller war das Schreiben die Chance, den eigenen ärmlichen Verhältnissen zu entkommen. Der Sohn eines Schuhmachers und einer Wäscherin (die Mutter starb später im Armenhaus) entflieht der Armut als 14jähriger nach Kopenhagen. Die armseligen Verhältnisse liefern Andersen später Motive für viele seiner Märchen und den häufig schlechten Ausgang seiner Geschichten („Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzern“).

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