Renommierter evangelischer Sozialethiker zu Gast in Erfurt

Prof. Dr. Franz Segbers, Philipps-Universität Marburg, Fachbereich Evangelische Theologie, einer der renommiertesten evangelischen Sozialethiker Deutschlands und Ethikreferent im Diakonischen Werk Hessen-Nassau, hat am 6. September in Erfurt in der Diakonischen Konferenz der Diakonie Mitteldeutschland referiert. Sein Thema zielte auf die aktuellen Debatten in der Arbeitsmarktpolitik: „Diakonie als Garant und Gestalter des Sozialstaates - führt Zuverdienst und Niedriglohn in Armut?“

Trotz wirtschaftlichem Aufschwung sind mehr als 7 Millionen Menschen von der Möglichkeit einer Erwerbsarbeit ausgeschlossen. Die Armutsrisiken vieler Menschen steigen. Das hat verschiedene Ursachen. Einerseits fehlt es an Arbeitsplätzen, andererseits sind die Löhne so niedrig, dass Menschen, die in Arbeit stehen, nicht mehr von Ihrer Hände Arbeit leben können. Die Diakonie Mitteldeutschland will und kann nicht tatenlos zusehen, wie immer mehr Menschen in Armut leben müssen. Sinkende Löhne sind eine der häufigsten Ursachen von „Hungerlöhnen“, hier hat die Diakonische Konferenz diskutiert, welche Strategien zur Vermeidung von Lohndumping möglich sind.

Die Diakonische Konferenz berät und begleitet die Arbeit der Diakonie Mitteldeutschland insbesondere zu Grundsatzfragen. Eine der heute aktuellsten Fragen unserer Gesellschaft ist die Frage nach dem „Wert der Arbeit“. Zur Vermeidung von Armutslöhnen ist die Frage nach einem gesetzlichen Mindestlohn zu stellen. In dieses komplexe Thema führt das Referat von Prof. Dr. Franz Segbers ein und beleuchtet die aktuellen Entwicklungen.

https://www.diakonie-mitteldeutschland.de/archiv_2007_renommierter_evangelischer_sozialethiker_zu_gast_in_erfurt_de.html