Deutschlandweit 500. Kirchengemeinde mit Fairem Kaffee

Aktion „1.000 Gemeinden trinken fair“ - Brot für die Welt übergibt Schild
500. „faire Gemeinde“ ist der Evangelische Kirchenkreis Elbe-Fläming

Stuttgart/ Burg, 4. März 2008. Der evangelische Kirchenkreis Elbe-Fläming der Kirchenprovinz Sachsen hat sich verpflichtet, bei seinen Veranstaltungen in Zukunft nur noch fair gehandelten Kaffee auszuschenken. Damit ist er die Nummer 500 der „Brot für die Welt“-Aktion „Gerecht genießen - 1.000 Gemeinden trinken fair“.

Für Dorothea Kose (hinten, Mitte) ist fairer Kaffee selbstverständlich. „Wir haben in unserer Kirchengemeinde in Schermen schon vor fast genau zwei Jahren den Beschluss gefasst, nur noch fairen Kaffee zu trinken.“ Auch im Kirchenkreis Elbe-Fläming ist der Kaffee mit dem gerechten Handels-Siegel schon alltäglich. Superintendent Wolfgang Schmidt (l.v.): „Fairer Kaffee kommt bei uns schon länger auf den Tisch. Mit der Aktion und dem Schild zeigen wir jetzt auch öffentlich, dass uns Gerechtigkeit und Hilfe für Benachteiligte ein echtes Anliegen sind. Wir setzen damit auch auf Vorbildwirkung.“

Detlef Harland (r.v.), Ökumene-Referent der Diakonie Mitteldeutschland: „Es geht alle Male um mehr als nur um Kaffee. Ziel für mich ist auch, für gerechtere Preise im Welthandel sensibel zu machen. Kaffee als zweitwichtigster Exportrohstoff neben dem Öl eignet sich in besonderer Weise wenn es gilt, Zusammenhänge aufzuzeigen und Verhaltensänderungen zu bewirken.“

"Jede Gemeinde, die mitmacht, setzt ein Zeichen für den Kampf gegen Armut", so Cornelia Füllkrug-Weitzel, Direktorin von "Brot für die Welt". "Erfreulicherweise sind die Erzeugerpreise gestiegen. Unerfreulicherweise müssen sich die Kaffeekleinbauernfamilien weiterhin gegen wirtschaftlich mächtige Konzerne behaupten. Ein Kampf von David gegen Goliath!" Der direkte Zugang zum Markt über den Fairen Handel verbessere die Chancen der Kleinbauernfamilien. Dies sei umso wichtiger, da sie den größten Teil der Hungernden weltweit bilden.

Mit der Aktion „1.000 Gemeinden trinken fair“ möchten evangelische Kirchengemeinden ein Zeichen setzen, das zur Nachahmung anregen soll. Detlef Harland, Ökumene-Referent der Diakonie Mitteldeutschland, wird im Auftrag von Brot für die Welt am 4. März gemeinsam mit Superintendent Wolfgang Schmidt, Leiter des Kirchenkreises Elbe-Fläming, ein Schild sichtbar anbringen, mit dem die Selbstverpflichtung der evangelischen Kirche in Burg dokumentiert wird, künftig nur noch fair produzierten und fair gehandelten Kaffee und Tee auf den Tisch zu bringen.

https://www.diakonie-mitteldeutschland.de/archiv_2008_deutschlandweit_500_kirchengemeinde_mit_fairem_kaffee_de.html