Die Diakonie feiert ihren Begründer

Pastor, Lehrer, Erzieher, Sozialpolitiker und Gründer der "Inneren Mission": Johann Hinrich Wichern wurde am 21. April 1808 geboren. Bundesweit erinnert die Diakonie an ihre neuzeitlichen Anfänge, denn ein Aufruf Wicherns führte 1848 zur Gründung des heute ältesten Wohlfahrtsverbandes in Deutschland

Wichern wurde in Hamburg geboren und gründete dort später die Rettungsanstalt "Rauhes Haus". Doch auch in Mitteldeutschland finden sich zahlreiche Spuren seines Wirkens. Während des Theologiestudiums in Göttingen und Berlin lernt er in Halle die Franckeschen Stiftungen kennen und ist von der Arbeit in dem Waisenhaus und der Schulstadt beeindruckt. Viele Jahre später, im Dienst der preußischen Verwaltung, bereist er regelmäßig und häufig Orte in Mitteldeutschland. (Foto: Wichern-Porträt in der Schlosskirche Wittenberg, Archiv Diakonie Mitteldeutschland)

Am 22. September 1848 hält Johann Hinrich Wichern auf dem ersten evangelischen Kirchentag in Wittenberg eine flammende programmatische Rede, die diesen Tag zur Geburtsstunde des „Diakonischen Werkes“ macht. Die Vertreter verschiedener evangelischer Kirchen waren in Wittenberg, dem symbolträchtigen Ausgangsort der Reformation, versammelt, um über die Vereinigung der Landeskirchen zu einer geeinten deutschen Kirche zu verhandeln. Dieses Ziel wird nicht erreicht, aber der Wittenberger Kirchentag begründet den „Central-Ausschuß für die Innere Mission der deutschen evangelischen Kirche“, aus dem später das „Diakonische Werk“ entsteht.

Hier finden Sie Wichern-Texte und ein Pressefoto zur freien Verwendung unter Angabe der Quellen. Der Vortrag von Pastor Dietrich Sattler wurde im Rahmen eines Theologen-Konvents im Januar 2008 in Gernrode (Harz) gehalten

https://www.diakonie-mitteldeutschland.de/archiv_2008_die_diakonie_feiert_ihren_begruender_de.html