Bustour mit Spitzenkandidaten

Diese Bustour hatte bei herrlichem Sonnewetter, in einem tollen Oldtimer (Ikarus, 50er Jahre) und mit einer gut gelaunten Reisegruppe seine schönen Momente. Die drei Ziele zeigten die andere Seite: die Konzentration sozialer Notlagen, Personalverschleiß, Investitionsrückstände und Zukunftssorgen. Die Spitzenkandidaten der Landtagswahl in Thüringen Uwe Barth (FDP), Jürgen Haschke (Freie Wähler), Christoph Matschie (SPD), Bodo Ramelow (Die Linke), Astrid Rothe-Beinlich (Die Grünen) und Kultusminister Bernward Müller (CDU) ließen sich von Vertretern der LIGA der Freien Wohlfahrtspflege zeigen, wie es in den Thüringer Kitas derzeit wirklich aussieht. Und das in Begleitung von Journalisten.

Seit Monaten thematisiert die LIGA in Thüringen die Rahmenbedingungen in den Kindertageseinrichtungen des Freistaates. Mit Unterschriftensammlungen, einer Unterstützerkampagne im Internet (6 Minuten sind zu wenig), Gesprächen mit allen politischen Entscheidungsebenen, einer Petition, Regionalforen und Plakat- oder Postkartenaktionen haben die Wohlfahrtsverbände mit Nachdruck deutlich gemacht, dass die Landespolitik handeln muss.

Die Kindertageseinrichtungen „Pinoccio“ in Waltersleben und „Regenbogenland“ und „Haus der Träume“ in Erfurt wurden für die Bustour exemplarisch ausgewählt und zeigen auf verschiedene Weise, wo die LIGA-Verbände Handlungsbedarf sehen. Sanierungsrückstand, die Arbeit an sozialen Brennpunkten und der Überlebenskampf kleiner Kitas lösten Nachfragen und lebhafte Gespräche aus. LIGA-Vorsitzender Eberhard Grüneberg: „Wir brauchen ein Bekenntnis aller politischen Parteien zur Zukunft unseres Landes – egal, wer demnächst Regierungsverantwortung übernimmt. Wir setzen in unserer Arbeit auf das Erfahrungswissen und den Sachverstand der nach wie vor hoch motivierten und gut ausgebildeten Mitarbeiterinnen in den Kitas. Dieses Potenzial darf dürfen wir nicht durch Verschleiß preisgeben.“

https://www.diakonie-mitteldeutschland.de/archiv_2009_bustour_mit_spitzenkandidaten_de.html