Straßensammlung eröffnet

Wieviel Kraft braucht man, um 18,5 Tonnen vom Abstellgleis zu ziehen? Für die 70 Akteure aus Kirchengemeinden und Diakonieeinrichtungen eine leichtes Spiel, im sozialen Leben eine ungleich schwerere Aufgabe. "Runter vom Abstellgleis!" Unter diesem Motto wurde heute die jährliche Haus- und Straßensammlung der Diakonie Mitteldeutschland eröffnet. Sammlerinnen und Sammler zogen gemeinsam mit Diakonie-Chef Eberhard Grüneberg und Altbischof Axel Noack einen Straßenbahnwagen vom Abstellgleis ins öffentliche Schienennetz. Per Hand „Mit dieser Aktion zeigen wir symbolhaft, wie Diakonie und Kirche gerade jenen Menschen beistehen, die oft am Rande unserer Gesellschaft stehen,“ sagt Oberkirchenrat Grüneberg.

Die Herbst-Straßensammlung steht unter der Überschrift „Ich brauche Dich.“ Die Spenden kommen sozialen Projekten in Mitteldeutschland zugute, beispielsweise für Familien in Armut, für behinderte Kinder und deren Geschwister oder für obdachlose Menschen.

Die Haus- und Straßensammlung zugunsten der Diakonie Mitteldeutschland wird in der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) und der Evangelischen Landeskirche Anhalts durchgeführt. Bis zum 25. November werden in den über 3.000 Kirchengemeinden in Sachsen-Anhalt, Thüringen, Teilen Brandenburgs und Sachsens mehr als 10.000 Sammlerinnen und Sammler unterwegs sein. Im letzten Jahr wurden innerhalb der Herbstsammlung mehr als 240.000 Euro für die soziale Arbeit von Kirche und Diakonie gespendet.

In Halle wird die Aktion unterstützt durch die Hallesche VerkehrsAG (HAVAG), durch Ströer Deutsche Städte Medien sowie durch mehrere Unternehmen in der Saalestadt. Die Straßenbahn ist mit dem Sammlungsmotiv beklebt und wird so gestaltet bis Jahresende im Schienennetz der HAVAG unterwegs sein.

https://www.diakonie-mitteldeutschland.de/archiv_2009_strassensammlung_eroeffnet_de.html