Suchthilfe im Wahlgespräch

Suchtprävention und Suchthilfe standen gestern auf der Agenda der Wahlgespräche. In Schweina im Thüringer Wald betreiben die Christlichen Wohnstätten Schmalkalden (CWS) ein Sozialtherapeutisches Zentrum für suchtkranke Menschen. Sascha Bilay (DIE LINKE), Heike Taubert von der SPD (beide links im Bild), Richard Janus (Die Grünen) und Heidemarie Bischoff von der FDP (beide rechts im Bild) standen Rede und Anwort.

Flatrate-Saufen, Drogenpartys, Nikotin- und Tablettenabhängigkeit, Internet- und Spielsucht. Aktuelle Nachrichten zeigen, dass verschiedene und zum Teil auch neu oder neu initiierte Formen von Sucht allemal kein Randproblem der Gesellschaft sind. Suchtberatungsstellen und Präventionsinitiativen sind in Thüringen zum Teil ungenügend ausgestattet. Wie können Heranwachsende vor Suchtgefahren geschützt werden? Mit welchen Programmaussagen treten die Thüringer Parteien zum Thema Suchtprävention und Suchthilfe in ihrem Wahlkampf auf?

In den meisten Punkten waren sich alle einig: Suchtprävention muss unterstützt und ausgebaut werden, Selbsthilfe braucht Aufwertung und gut funktionierende Aufklärungskampganen der Vergangenheit müssen fortgesetzt werden. Mehr Geld für die Suchtprävention konnte und wollte niemand direkt zusagen. Zumal sich hier ein Problem der Kommunalisierung zeigt: nicht alle Kommunen und Kreisen setzen die entsprechenden Landespauschalen auch gezielt für die Suchtprävention ein. Die Frage, warum man Alkohol nicht einfach über die Steuer deutlich teurer macht, blieb am Ende unbeantwortet - sie ist auch eher ein Apell an die Bundespolitik.

https://www.diakonie-mitteldeutschland.de/archiv_2009_suchthilfe_im_wahlgespraech_de.html