Spenden für Erdbebenopfer in Haiti

Auch Tage nach dem Erdbeben in Haiti ist die Lage auf dem Inselstaat noch immer schwierig und Nachbeben verschärfen die Lage. Wie schwer es ist, die Überlebenden zu versorgen macht ein Eingeständnis der Vereinten Nationen deutlich: Sie erklärten das Beben sei die schwerste Katastrophe, mit der die Organisation jemals konfrontiert worden sei.

Seit Samstag gibt es in Port-au-Prince fünf Verteilungspunkte, von denen aus die Hilfsgüter den Bedürftigen zukommen. Unterdessen gehen die Aufräumarbeiten weiter. Immer wieder finden die internationalen Bergungstrupps in den Trümmern noch Überlebende. Hoffnungsvolle Zeichen, aber die Chancen schwinden von Stunde zu Stunde.

Schwere Verwüstungen wurden auch außerhalb der Landeshauptstadt gemeldet. Die Stadt Leogane westlich von Port-au-Prince ist zu 80% zerstört. Die Einwohner leben seitdem im Park. In der Küstenstadt Jagmel leben 5.000 Menschen in einem Flüchtlingslager unter widrigsten Bedingungen. Für die Bewohner dort aber ist Hilfe bereits eingetroffen: Die Diakonie Katastrophenhilfe liefert per Schiff Nahrungsmittel, Moskitonetze, Matratzen und Hygienesets.

Seit vielen Jahren schon ist die Diakonie Katastrophenhilfe in Haiti aktiv, seit 2005 mit einem eigenen Regionalbüro in Port-au-Prince. Aber auch viele Mitglieder unseres Teams haben Angehörige verloren, viele haben keine Wohnung mehr. „Aus unserem Büro ist eine Herberge geworden“, berichtet Projektleiterin Astrid Nissen. Inzwischen habe sich die Lage wieder stabilisiert.

Am Dienstagmorgen landete ein Flugzeug mit Hilfsgütern in Port-au-Prince. Von Ostende (Belgien) wurden dringend benötigte Güter eingeflogen. An Bord waren acht Health-Kits, 20.000 Wasserkanister, 2.000 Decken, 31 Großraumzelte und Tabletten zur Wasserreinigung im Wert von 135.000 Euro transportiert.

Ein Health-Kit ist auf die medizinische Grundversorgung von 10.000 Menschen über drei Monate ausgerichtet. Darunter sind zum Beispiel Medikamente gegen Infektionen. Wenn die noch sehr chaotische Situation im Land es zulässt, kann mit dieser Lieferung 50.000 bis 80.000 Menschen in der Grundversorgung schnell geholfen werden. Die Diakonie Katastrophenhilfe und Caritas international teilen sich Güter und Kosten.

Für die Unterstützung der Arbeit der Diakonie Katastrophenhilfe bittet die Diakonie Mitteldeutschland als Landesverband für Sachsen-Anhalt, Thüringen sowie Teilen Brandenburgs und Sachsens um Spenden.

Konto 800 8000, BLZ 520 604 10 (Evangelische Kreditgenossenschaft),
Kontoinhaber Diakonie Mitteldeutschland, Kennwort: Erdbebenopfer Haiti.

https://www.diakonie-mitteldeutschland.de/archiv_2010_spenden_fuer_erdbebenopfer_in_haiti_de.html