Zahlreiche Angebote an den Feiertagen

Spätestens seit überliefert ist, dass Maria und Josef „keinen Raum in der Herberge“ gefunden haben, begreifen es Christen und christliche Einrichtungen als besonderes Privileg, Gemeinschaft und Hilfe anzubieten für Menschen, die in Armut leben und ausgegrenzt werden. Das Europäische Jahr 2010 gegen Armut und soziale Ausgrenzung war für die Diakonie Mitteldeutschland einmal mehr Grund, sich dezidiert für Menschen in prekären Lebenslagen einzusetzen. Die Medien haben ausführlich darüber berichtet.

Materielle Not, Sucht, Einsamkeit oder familiäre Probleme sind oft der Grund, dass offene kirchlich-soziale Einrichtungen zum Jahresende besonders viel zu tun haben. Neben den Bahnhofsmissionen in Halle, Dessau und Magdeburg haben auch zahlreiche Begegnungsstätten, Wärmestuben, Suppenküchen und Kleiderkammern der Diakonie an Heiligabend, an den Feiertagen und zwischen den Jahren geöffnet. Einige bieten ihren Gästen sogar ein spezielles Programm zur Weihnacht.  Eine (Auswahl-)Übersicht der entsprechenden Diakonie-Angebote und Einrichtungen in Sachsen-Anhalt und Thüringen findet sich im PDF-Anhang. Die Tabellen sind für die jeweiligen Bundesländer alphabetisch nach Orten sortiert.

Neben den bekannten Anlaufstellen wie Suppenküchen und Bahnhofsmissionen gibt es auch besondere Weihnachts-Angebote, Andachten und Gottesdienste in vielen Einrichtungen der Diakonie. Die Horizonte gGmbH in Altenburg bietet an mehreren Tagen Andachten, Musik und gemeinsames Essen für Menschen mit einer psychischen Erkrankung. Ähnliche Angebote gibt es in Gotha in einer Tagesstätte des Bodelschwingh-Hof Mechterstädt. In Elbingerode im Harz bietet das Haus Tanne „Festliche Weihnachtstage“ und eine Silvesterfreizeit, die beide besonders bei Alleinstehenden sehr gefragt sind. Das Seniorenzentrum Nord in Halberstadt bietet Alleinstehenden vor allem mit kulinarischen Angebote. An den Weihnachtsfeiertagen gibt es festliche Mittagstafeln und die Cafeteria ist bis 18.00 Uhr geöffnet.

Das Suchthilfezentrum der Diakonie in  Nordhausen bietet am 24.12. zwei weihnachtliche Veranstaltungen, hauptsächlich für alleinstehende Suchtkranke. In der  Suchtberatungsstelle Nordhausen beginnt die Weihnachtsfeier um 15:00 Uhr. Bei Kaffee und Kuchen wird ein ebenfalls suchtkranker Liedermacher für die richtige Atmosphäre sorgen. Ab 18:00 Uhr öffnet der „Ganz Andere Bahnhof“ in Sollstedt seine Türen für all jene, die an diesem Abend nicht allein zu Hause bleiben wollen. Der „Ganz Andere Bahnhof“ ist ein niedrigschwelliges Begegnungsprojekt des Suchthilfezentrums und wird überwiegend von Ehrenamtlichen betrieben.

Ebenfalls an Heiligabend wird es im Mehrgenerationenhaus Suhl (Familienzentrum "Die Insel") um 15:00 Uhr eine Christvesper mit Krippenspiel der Konfirmanden geben und danach ein offenes Kaffeetrinken und gemeinsames Abendessen. Da in der "Insel" auch die Suhler Tafel ihren Sitz hat, werden viele Tafelkunden und auch Migranten aus dem sozialen Brennpunkt Suhl-Nord erwartet. In Halle wird die Weihnachtsfeier in der Evangelischen Stadtmission (Gottesdienst 14.00 Uhr) für Familien und Alleinstehende ausgerichtet, die selbst vor allem aus finanziellen Gründen nicht im Stande sind, ein schönes Fest in den eigenen vier Wänden zu gestalten. Im Mutterhaus der Stiftung Sophienhaus in Weimar findet traditionell am 24.12. ab 19.00 Uhr "Weihnachten bei Sophie" statt. Ein Angebot für Alleinstehende und Familien mit Weihnachtsgeschichte und gesponserten Weihnachtsessen.

https://www.diakonie-mitteldeutschland.de/archiv_2010_zahlreiche_angebote_an_den_feiertagen_de.html