Diakonie im Kino

Halle gehört in diesen Tagen zu den Veranstaltungsorten des bundesweiten Filmfestivals „ueber Mut“. Heute war die Diakonie Mitteldeutschland Filmpartner der Vorführung im Lux Puschkino. In dem englischen Dokumentarfilm „Die Zeit ihres Lebens“ geht es um drei betagte Frauen, die in einem Seniorenheim im Norden Londons leben. Alison, Hetty und Rose sind zusammen 290 Jahre alt. Die eine ist Autorin, die andere Journalistin, die dritte Friedensaktivistin. Die drei verbindet eine selbstironische Art und die Freude daran, ihre Erfahrungen weiterzugeben. In einer Lebensphase, die in unserer Gesellschaft als unproduktiv gilt, mischen sie sich ein in öffentliche Debatten – mit Zeitungsartikeln und bei Demonstrationen. Ein respektvoller Blick auf das hohe Alter, wie es sich jeder wünschen würde.

Im Anschluss an die Filmvorführung sprachen im "Kaffeeklatsch" drei Frauen aus Halle miteinander, wie sich das Leben in Altenwohn- und -pflegeheimen hier gestaltet. Schwester Renate Reif ist Diakonisse im Ruhestand, 78 Jahre alt, hält Andachten und Vorträge und widmet sich dem Verfassen von Texten und Gedichten. Brigitte Sieb ist 69 Jahre, eine Ruheständlerin, die als Seniorenbegleiterin ehrenamtlich ältere Menschen im Marthahaus in ihrem Alltag unterstützt. Dort arbeitet auch die Sozialarbeiterin und Seelsorgerin Dorothee Fuchs, die in ihrem Beruf täglich mit den Chancen und Problemen älterer Menschen zu tun hat. Für die Zuhörer gab es gratis Kaffee und Kuchen. Besucher ab 80 Jahre hatten freien Eintritt.

Ausführlichere Informationen zu dem Filmfestival der Aktion Mensch und zu dem Film.

https://www.diakonie-mitteldeutschland.de/archiv_2011_diakonie_im_kino_de.html