Mitgliederversammlung mit Erklärung

In den Einrichtungen und Diensten der Diakonie Mitteldeutschland engagieren sich mehr als 14.000 Menschen ehrenamtlich. Die Mitgliederversammlung der Diakonie Mitteldeutschland sagte heute allen, die ehrenamtlich und freiwillig am Dienst und Auftrag der Diakonie mitarbeiten, ein herzliches Dankeschön. Freiwilligendienste und ehrenamtliches Engagement dürfen aber nicht zu Ausfallbürgen für vermeintlich nicht finanzierbare bzw. bestehende Arbeitsplätze umfunktioniert werden, so eine Forderung im Text der 3. Halleschen Erklärung.

Die Diakonie Mitteldeutschland fordert deshalb Verantwortliche in Politik, Kirche, Sozialeinrichtungen und Gesellschaft auf, der „Umwidmung“ von regulären Arbeitsplätzen in Einsatzstellen für freiwillig ehrenamtlich Engagierte entschieden entgegen zu treten und gleichzeitig menschenwürdige, zukunftsfeste Arbeitsplätze zu schaffen bzw. zu erhalten.

Freiwilligendienste und Ehrenamt in der Sozialen Arbeit brauchen hauptamtliche Begleitung und Bildung durch die Wohlfahrtsverbände, die bewährte Trägerstrukturen und die Anbindung an die praktischen Tätigkeitsfelder bereitstellen. Die Diakonie Mitteldeutschland appelliert an die Landesregierungen in Sachsen-Anhalt und Thüringen und an die Bundesregierung, das im Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) bewährte Trägerprinzip nicht in der Durchführung des Bundesfreiwilligendienstes auszuhebeln. Zudem darf der Bundesfreiwilligendienst nicht zulasten des FSJ politisch und durch Verwaltungshandeln in den Vordergrund gerückt werden.

Die Erklärung enthält auch politische Forderungen zur aktuell in der Bundespolitik geplanten Reduktion bei Maßnahmen der Arbeitslosenhilfe und -förderung.

Die mehr als 130 Vertreter aus Mitgliedseinrichtungen der Diakonie Mitteldeutschland stimmten heute in Halle außerdem dem Jahresabschluss 2010 zu, entlasteten den Vorstand und nahmen verschiedene Satzungsänderungen vor.

https://www.diakonie-mitteldeutschland.de/archiv_2011_mitgliederversammlung_mit_erklaerung_de.html