Straßensammlung Kirche und Diakonie

Heute startet in Sachsen-Anhalt und Thüringen die jährliche Straßensammlung von Kirche und Diakonie, in Brandenburg und Sachsen wird schon seit Freitag gesammelt für die vielfältige Arbeit in Beratungsstellen, Kleiderkammern, Tafeln, in Projekten der Kinder- und Jugendhilfe und der Familienarbeit der Diakonie. Eröffnet und begleitet wird die Straßensammlung an neun Orten gleichzeitig mit der Aktion "Einmal Essen macht zweimal satt." Heute und in den nächsten Tagen werden vielerorts Politiker, lokale Prominente und Kirchen- und Diakonievertreter in den Mittagsstunden Suppe an Passanten und geladene Gäste verteilen. Ein Teller wird zwischen ein und zwei Euro kosten. Die Passanten werden gebeten, den gleichen Betrag als Spende zu erbringen.

Die Erlöse der Aktion und der Straßensammlung sind für örtliche und landesweite Projekte der evangelischen Sozialarbeit bestimmt. „Für Menschen in prekären Lebenslagen in Deutschland gibt es seit Jahren kaum Aussicht auf Besserung. Von den letzten Positiv-Trends am Arbeitsmarkt profitieren vor allem die gut Ausgebildeten und die flexibel Einsetzbaren. Alleinerziehende, Langzeitarbeitslose, Menschen in Niedriglohnjobs bleiben zurück“, erklärt Oberkirchenrat Eberhard Grüneberg, Vorstandsvorsitzender der Diakonie Mitteldeutschland. „Die Schere zwischen arm und reich ist in Deutschland noch weiter auseinander gegangen. Die Nachfrage in den Tafeln, in Sozialkaufhäusern und in Beratungsstellen ist ungebrochen hoch, Altersarmut wird zunehmen. Politik und Sozialkassen wollen die Kostenschraube aber weiter nach unten drehen. Hier ist praktische Nächstenliebe gefragt, für die wir auch auf Spenden angewiesen sind.“  

https://www.diakonie-mitteldeutschland.de/archiv_2012_strassensammlung_kirche_und_diakonie_de.html