Wir unterstützen Studenten aus Syrien

Er heißt Khaled, kommt aus Syrien und er studiert Geografie. Seinen richtigen Namen kann er nicht nennen und er will auch nicht öffentlich erkennbar sein. Er hat Angst – um seine Familie in Syrien, um sein Leben und derzeit auch um seinen Studienabschluss. Khaled studiert in Halle, seine Familie hat ihm dafür regelmäßig Geld überwiesen. Derzeit schreibt er seine Masterarbeit, doch der Abschluss ist in Gefahr. Wegen der internationalen Sanktionen bekommt er aus der Heimat kein Geld mehr. Denn in Syrien sind seit dem Konflikt die Lebenshaltungskosten enorm gestiegen, Stipendien der Heimat wurden gestrichen, der internationale Geldverkehr ist teilweise blockiert. Heute sprach Khaled mit einer Handvoll Journalisten über seine und die Lebenssituation seiner Familie. Die Medienvertreter haben ihm vollkommene Anonymisierung versprechen müssen.

ber Politik will Khaled nicht reden, er ergreift weder für die eine noch die andere Seite Partei. Seine Familie rechnet aber fest damit, dass die Situation in Syrien in den nächsten Wochen schlechter wird. "Ich werde nicht so bald nach Syrien reisen", sagt Khaled. Dabei hatte er einst das Ziel, nach seinem Studium die Entwicklung in Syrien mit voran zu bringen. Genau deshalb unterstützt "Brot für die Welt" ausländische Studierende in Deutschland. Junge Leute sollen befähigt werden, die Entwicklung in ärmeren Ländern voran zu bringen, später und bei Bedarf die Zusammenarbeit mit Entwicklungshilfeorganisationen in ihrem Land zu fördern.

Mit Unterstützung von „Brot für die Welt“ helfen wir seit vielen Jahren ausländischen Studierenden mit Spenden und Darlehen aus einem Nothilfefond. Das für jeweils ein Jahr und für Studierende aus vielen Ländern geplante Geld ist inzwischen fast aufgebraucht und wurde in den letzten Monaten vor allem für Studierende aus Syrien verwendet. In Halle, Magdeburg, Jena und Ilmenau treffen sich syrische Studenten in den Evangelischen Studentengemeinden (ESG).

Hier wird die finanzielle Hilfe organisiert, aber auch psychologische Beratung und Unterstützung bei Antragstellungen werden angeboten. Hinrich Witzel (Foto, rechts MDR-Journalist André Seifert), Pfarrer der ESG in Halle, erklärt, dass das Schicksal von Khaled kein Einzelfall ist. Er berät derzeit sechs Studierende aus Syrien, organisiert freie Essensversorgung, ärztliche Behandlung, finanzielle Hilfe vom Studentenwerk oder dem Akademischen Auslandsdienst.

Wenn auch Sie unsere Nothilfe für syrische Studierende unterstützen wollen, dann spenden Sie auf das
Spendenkonto 800 8000, BLZ: 350 601 90 (KD-Bank), Kennwort: Syrien

https://www.diakonie-mitteldeutschland.de/archiv_2012_wir_unterstuetzen_studenten_aus_syrien_de.html