Diskussion zur Flüchtlingspolitik

Seit Januar hat unsere Zusammenarbeit mit der Tageszeitung Thüringer Allgemeine (TA) und der Ostthüringer Zeitung (OTZ) eine neue Ausrichtung: Aus "Thüringen hilft" haben wir jetzt das Motto "Willkommen in Thüringen" abgeleitet. Der Thüringer Justiz- und Migrationsminister Dieter Lauinger hat dafür die Schirmherrschaft übernommen.

Heute gab es den ersten gemeinsamen Auftritt. TA-Chefredakteur Paul-Josef Raue befragte Dieter Lauinger (Grüne) und OKR Eberhard Grüneberg, warum die Ablehnung gegenüber Fremden in Ostdeutschland deutlich höher ist, als in den alten Bundesländern. "Wer eine DDR-Sozialisierung hat, hatte damals und zum Teil bis heute weniger Kontakt mit Menschen aus anderen Ländern und Kulturen", so eine Erklärung von Eberhard Grüneberg.

Migrationsminister Dieter Lauinger verspricht eine transparente Flüchtlingspolitik und eine breite Diskussion mit allen Betroffenen. Er wünscht sich mehr bürgerschaftliches Engagement, die Überwindung von Angst durch Begegnung und gute Erfahrungen.

In der Diskussion mit den eingeladenen TA-Lesern geht es durchaus emotional zu. Sind wir ein reiches Land? Darf jeder kommen? Wie viele können und sollen noch kommen? Grüneberg: "Wenn jemand vor unserer Tür steht und Hilfe sucht, dann darf die Tür nicht verschlossen bleiben - das ist für uns in der Diakonie Programm." Veranstaltungsort war die Kleine Synagoge in Erfurt. Der Ort ist Programm, wenn man weiß, wie schon im alten Israel über den

https://www.diakonie-mitteldeutschland.de/archiv_2015_diskussion_zur_fluechtlingspolitik_de.html