Corona-Pandemie trifft arme Menschen in Osteuropa besonders hart

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Gina Flachsbart
Referentin Ökumenische Diakonie

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(12. Juni 2020) In Osteuropa leiden viele Menschen unter großer Armut. Die Not wird durch das Corona-Virus noch verschärft. Die Ärmsten trifft es am Härtesten. In der Ukraine zum Beispiel fehlt es an Schutzmaterialien wie Masken, medizinischem Personal und Versorgung und auch an Tests. Verheerend kommen die wirtschaftlichen und sozialen Folgen hinzu. Aufgrund der Ausgangssperre und des Zusammenbruchs lokaler Märkte brechen die Verdienstmöglichkeiten für ärmere und ältere Menschen einfach weg. Meist haben sie keine Ersparnisse und auch nur schwer Zugang zu den ohnehin geringen staatlichen Hilfen.

Die Initiativen der Aktion Hoffnung für Osteuropa haben sich und ihre Unterstützung schnell an diese neue und akute Situation angepasst. So hat sich der Verein Ukrainefreunde Gotha mit seinem jahrelangen Partner in der Region Tscherkasy in der Ukraine in Verbindung gesetzt.

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Pfarrer Antoli Perepelitza übergibt Lebensmittel an eine Gruppe junger Kinder. (Foto: Diakonie Mitteldeutschland)

Pfarrer Antoli Perepelitza, Leiter der Christlichen wohltätigen Mission Dobra Swistka, berichtet, dass die Zahl der Arbeitslosen, die bereits vor Ausbruch der Pandemie hoch war, sich nahezu verfünffacht habe. Aufgrund der Quarantänebestimmungen können die Menschen nicht mehr arbeiten gehen, sich weder Lebensmittel noch notwendige Medikamente kaufen.

In diese Situation hinein organisiert Dietrich Wohlfarth mit dem Verein Ukrainefreunde Gotha und mit Dobra Swistka eine großangelegte Hilfsaktion. Anders als gewöhnlich werden diesmal auch Lebensmittelpakete an bedürftige und in Not geratene Menschen verteilt, um diese Menschen vor Hunger und Krankheit zu bewahren. Dobra Swistka organisiert die Verteilung von über 100 Lebensmittelpaketen sowie von Medikamenten an notleidende Menschen in der Region Tscherkasy sowie im sozialen Zentrum für Menschen mit Behinderung in Tscherkasy, das ebenfalls von der Aktion Hoffnung für Osteuropa unterstützt wird.

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Die Ukraine, Rumänien und viele andere osteuropäische Länder sind von der Coronakrise besonders stark betroffen und brauchen dringend Unterstützung. (Foto: Diakonie Mitteldeutschland)

Die Rumänienhilfe Zvoristea unterstützt für zunächst sechs Monate den Bezirk Suceava, Rumänien mit Lebensmitteln. Etwa 100 Familien werden mit dem Nötigsten an Lebensmitteln versorgt: Brot. Normalerweise unterstützt die Aktion Hoffnung für Osteuropa keine Lebensmittelspenden. Aufgrund der Corona-Krise wird hier eine Ausnahme gemacht, weil Menschen durch Hunger direkt bedroht sind. Den Menschen in Osteuropa, und vor allem in Rumänien, wurden fast alle Möglichkeiten genommen, den eigenen Lebensunterhalt zu verdienen.

Hintergrund: Die Unterstützung der Ukrainefreunde Gotha sowie zahlreiche weitere Hilfsprojekte werden mit Mitteln aus der Aktion Hoffnung für Osteuropa gefördert. Hier engagieren sich zahlreiche diakonische und soziale Initiativen und Gruppen aus der Region Mitteldeutschland für soziale Gerechtigkeit in den Ländern in Mittel-, Ost- und Südosteuropa. In enger Abstimmung mit den beteiligten Landeskirchen werden Projekte im Sinne „Hilfe zur Selbsthilfe“ gefördert und unterstützt. Die Initiativen in Mitteldeutschland arbeiten immer mit den Strukturen und Partnern vor Ort. Diese bilden einen wichtigen Bestandteil der Aktion, denn nur sie ermöglichen es, dass die Arbeit nachhaltig und bedarfsorientiert gestaltet und umgesetzt werden kann.

Am 14. Juni wird die Gottesdienstkollekte für „Hoffnung für Osteuropa“ gesammelt. 2019 konnten über die Diakonie Mitteldeutschland knapp 45.000 Euro aus Kollekten und Spenden für Hilfsprojekte in Osteuropa eingesetzt werden.

Bankverbindung:
Diakonie Mitteldeutschland,
IBAN: DE45 5206 0410 0008 0080 00,
Kennwort: Hoffnung für Osteuropa

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