Jordanien Tag 2: Informativ, motivierend und erschütternd

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(20. März 2018) Nur 20% der Geflüchteten in Jordanien leben in Flüchtlingslagern. Nach Angaben des Flüchtlingswerkes der Vereinten Nationen (UNHCR) sind 658.000 Flüchtlinge registriert. Schätzungsweise befinden sich insgesamt 1.2 Millionen im Land. Das UNHCR ist für die Registrierung und weitere Begleitung zuständig.

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Die Reisegruppe Vor dem UNHCR Registration-Center in Amman (Foto: Holger Holtz)

Wir bekamen mit dem Besuch des Registration-Centers die Gelegenheit, den Weg syrischer Geflüchteter im Registrierungsverfahren zu durchlaufen. Diese Erfahrung war beklemmend, da wir mit der Lebensrealität syrischer Flüchtlinge konfrontiert wurden.

Andererseits beeindruckte uns die hoch professionelle Arbeit der Organisation. Die Identifikation erfolgt durch Iris-Scans, Kontakt zu den Geflüchteten wird über eigene UNHCR Prepaid-Simkarten gehalten. In diesen Punkten ist UNHCR den deutschen Verfahren weit voraus. Fraglich bleibt dabei die Frage des Datenschutzes.

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Im UNCR erfolgt die Identifikation der Geflüchteten durch Iris-Scans (Foto: Conrad Springer)

Die stellvertretende Leiterin des Registration-Centers, Alia Williams, betonte, dass in Jordanien nicht von Integration sondern von Inklusion gesprochen wird.

Ein zweiter Termin führte uns zur International Organisation for Migration (IOM), der ganz im Zeichen des Resettlement-Programs stand. IOM koordiniert im Auftrag von Aufnahmeländern in Zusammenarbeit mit UNHCR die Umsiedlung von ausgewählten Geflüchteten. Aufnahmeländer legen bestimmte Kontingente fest. Uns beschämt, dass Deutschland sich kaum am Resettlement-Programm beteiligt.

Die Arbeit für Geflüchtete hat eine globale Dimension. So sagte Erika Marcus von IOM: „Es ist schön, auf der anderen Seite so engagierte Menschen zu wissen.“ Wir sind gleichermaßen von der enormen Leistung der Organisationen und Menschen vor Ort beeindruckt.

Dr. Aleksander Galev (IOM) brachte es auf den Punkt: „We can work together to make this process a bit more organized.” (Wir können zusammenarbeiten, um diesen Prozess etwas besser zu organisieren.)

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Wandbild am Eingang des UNHCR Registration-Centers (Foto: Holger Holtz)

Die Dichte der Erlebnisse dieses Tages fassten Teilnehmer der Reisegruppe als informativ, motivierend und erschütternd zusammen. „As One I am fragile together we are strong – Standing together with refugees” (Alleine bin ich verletzlich, zusammen sind wir stark. Mit Flüchtlingen zusammenstehen.)

Text: Holger Holtz, Conrad Springer, Rabah-Melodie Moussa

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