Der Wichernpreis 2011, Platz 1, dotiert mit 3.000 Euro

geht an den Ökumenischen Ambulanter Hospizdienst Nordsachsen (Region Delitzsch/ Eilenburg/ Schkeuditz).

Hospizdienste sind ohne Spenden und ehrenamtliches Engagement nicht denkbar. In einer Gesellschaft, die durch Gesundheitsvorsorge und medizinischen Fortschritt den Menschen immer mehr Lebensqualität anbieten kann, treten Tod und Sterben in der öffentlichen Wahrnehmung immer mehr zurück. Unheilbar Kranke, Sterbende und ihre Angehörigen sind allzu oft allein gelassen, finden kaum Vorbilder dafür, wie sie mit einer unausweichlichen und schmerzvollen Lebenssituation umgehen sollen. Ambulante Hospizdienste schulen Ehrenamtliche für die Begleitung Sterbender und ihrer Angehörigen. Zur Verschwiegenheit verpflichtet, leisten Hospizhelfer einen wertvollen Dienst im Verborgenen. Das Thema reflektiert in besonderer Weise unser Proprium als evangelischer Sozialverband. Beim Thema Hospiz ordnet sich die Fachlichkeit der Menschlichkeit fast automatisch unter.

Der Ökumenische Ambulante Hospizdienst Nordsachsen beeindruckte die Jury vor allem mit dem hohen inhaltlichen Anspruch und der hohen Qualität der Ansprache, die in der Region eingesetzt wird, um Ehrenamtliche und Unterstützer zu gewinnen. In der Region war bislang noch keine Hospizarbeit vorhanden. 2006 hat sich eine Initiativegruppe gebildet, die diesen Dienst aufgebaut hat. Inzwischen gibt es eine Gruppe in Eilenburg, eine in Delitzsch und in Schkeuditz wird derzeit die dritte Gruppe ausgebildet. Beispielgebend vermittelt der Ambulante Hospizdienst Nordsachsen die Rückkehr zu einem natürlichen und menschlichen Verhältnis zu Sterben und Tod.

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