Das Projekt „Engagiert integriert“ fördert Geflüchtete und Migranten

 

Das Projekt „Engagiert integriert“ fördert die Kompetenzen und Potenziale
von Geflüchteten und Migranten.

Die Projektziele sind:

  • Empowerment Geflüchteter,
  • Förderung der gesellschaftlichen Teilhabe Geflüchteter,
  • Entlastung und Unterstützung der Hauptamtlichen in der Geflüchtetenhilfe,
  • Förderung der zahlreichen Kompetenzen von Menschen mit Migrations- und Fluchterfahrung,
  • Weiterentwicklung und Stärkung des Ehrenamtes.

Integrationsarbeit bedeutet Begegnung und Verständigung – sowohl sprachlich, als auch kulturell. Damit beides gelingt braucht es Menschen, die verbinden und sich brückenbauend engagieren. „Engagiert integriert“ will integrationsbegleitendes Engagement fördern und durch Qualifizierung weiterentwickeln.

Mit der Qualifizierung wollen wir erreichen, dass die Teilnehmenden selbst aktiv werden, neu Ankommende Geflüchtete bei ihrem Weg in unsere Gesellschaft zu unterstützen. Die Selbstorganisation von Migrantinnen und Migranten soll gefördert, Communities geöffnet, Diasporen und Einzelpersonen erreicht, Kulturen verbunden, Isolation, Ausgrenzung und Radikalisierung verhindert werden.

Orientierung braucht Vorbilder und Wegweiser. Menschen mit Flucht- und Migrationserfahrung verfügen über besondere transkulturelle Kenntnis und Empathiefähigkeit.

Durch die Aktivierung und Weiterentwicklung der Ressourcen der Teilnehmenden wollen wir ihnen die Möglichkeit geben, in ihrer Rolle positive Selbsterfahrungen zu machen – vor allem wenn noch keine Arbeitsaufnahme möglich ist. Besonders dort, wo ihr Wissen dringend gebraucht wird, wie im ländlichen Raum, wo flächendeckendes Hauptamt fehlt. Auch hier kann das ehrenamtliche Engagement der Teilnehmenden unterstützende Impulse für zuwandernde und einheimische Menschen setzen.

In den kommenden drei Jahren wollen wir Geflüchtete und Menschen mit Migrationshintergrund in ihrer Rolle als Integrationsbegleiter stärken. Die kursbasierte Qualifizierung wird durch zusätzliche Exkursionen, Austauschtreffen und ein von den Teilnehmenden selbst organisiertes Praxisprojekt vervollständigt werden. Dieses findet in enger Zusammenarbeit mit unseren diakonischen und kirchlichen Einrichtungen und Migrationsfachdiensten statt.

Geflüchtete Frauen sollen besonders dazu ermutigt werden, am Projekt teilzunehmen, um ihrerseits Migrantinnen im Ankommens- und Integrationsprozess zu unterstützen. Wir streben einen Kurs speziell für Frauen und ihre besonderen Bedürfnisse an.

Innerhalb der Kurse sollen Kenntnisse und Methoden vermittelt werden zu folgenden Themenbereichen:

  • Biografiearbeit
  • Diskriminierungserfahrung und Empowerment gegen Rassismus
  • Radikalisierungsprävention
  • Anti-Bias
  • Diskussionsforen zu vielfältigen gesellschaftlich dynamischen Themen
  • Menschenrechte
  • Konfliktmanagement
  • Kulturerfahrung
  • Demokratie (-prozesse) und Beteiligungs-/Partizipationsmöglichkeiten
  • Zivilgesellschaft
  • Selbstorganisation
  • Ehrenamt
  • Geschichte Deutschlands und speziell Mitteldeutschlands
  • Bedarfsorientierte thematische Inputs
  • Grundlagen der Integrationsbegleitung
  • Kooperation in Netzwerken
https://www.diakonie-mitteldeutschland.de/engagiert_integriert_einstieg_de.html