06.04.2015

Hilfen für Flüchtlinge und Asylbewerber

Weltweit sind Millionen Menschen auf der Flucht. Die meisten sind als „Binnenflüchtlinge“ Vertriebene im eigenen Land. Wer die Grenzen in Ländern wie Syrien, Afghanistan, Irak oder Eritrea überwindet, schlägt sich häufig nach Europa durch. Die Zahl der Asylsuchenden in Europa und Deutschland steigt stetig. Flüchtlinge sind meist schwer traumatisiert. Viele Männer bezahlen hohe Summen an Schleuser in der Hoffnung, dass sie nach ihrer Ankunft in einem sicheren Land ihre Familie zu sich holen können.

„Während einige Menschen in Deutschland eine Überfremdung und eine Überlastung unserer Sozialsysteme fürchten, möchten andere Hilfe anbieten und aktiv an einer Willkommenskultur mitarbeiten“, weiß Oberkirchenrat Eberhard Grüneberg, Vorstandsvorsitzender der Diakonie Mitteldeutschland. „Deutschland verändert sich in diesen Monaten. Natürlich ist das eine Herausforderung für die Gesellschaft, aber auch eine große Chance.“ Neben Politik und Verwaltung müssen auch die Einrichtungen der Sozialarbeit auf die steigenden Flüchtlingszahlen reagieren. Beratungs- und Hilfsstellen der Diakonie stehen mit professionellen Angeboten bereit, Kirchengemeinden und ehrenamtliche Initiativen bündeln private Hilfen. „Da geht es ganz oft um Kleider- und Sachspenden, um Fragen der Unterbringung von Asylsuchenden und Flüchtlingen, um Übersetzungen, um Deutschkurse und Alltagsbegleitung“, so Eberhard Grüneberg.

Um diese Initiativen zu stärken, hat die Diakonie Mitteldeutschland auf Ihrer Homepage jetzt eine Übersicht angelegt mit den Ansprechpartnern der öffentlichen Verwaltung in den Kreisen und Städten in Sachsen-Anhalt und Thüringen, kombiniert mit den entsprechenden Beratungs- und Hilfeeinrichtungen der Diakonie. Menschen, die sich privat engagieren wollen, können zudem über ein Formular ihre Daten und ihr spezielles Angebot hinterlegen. Die Informationen werden verschlüsselt und vertraulich übertragen und je nach Wunsch an eine Initiative und Einrichtung weitergeleitet oder als neue Initiative veröffentlicht.

Diakoniechef Grüneberg: „Wir wollen helfen, dass sich Netzwerke in der Nachbarschaft etablieren. Und wir wollen freiwilliges Engagement und professionelle Hilfe verknüpfen. Natürlich geht es um das Gebot der Nächstenliebe. Aber ich bin überzeugt, dass solche Initiativen auch helfen, die Ängste in unserer Gesellschaft abzubauen.“

https://www.diakonie-mitteldeutschland.de/presse_2015_diakonie_mitteldeutschland_verknuepft_hilfen_fuer_fluechtlinge_und_asylbewerber_de.html