30.08.2016

Historischer Kanzlerin-Satz ist Aufforderung zu menschlichem Handeln

Am 31. August 2015 sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel den inzwischen historischen Satz „Wir schaffen das“. Sie hat diesen Ausspruch danach noch oft wiederholt. Viele Menschen in Deutschland haben diesen Satz als Ermutigung und als Appell, aber auch als Versprechen für politisches Handeln aufgenommen und bereitwillig ihr eigenes „Ja“ angefügt.

So hat es zum Beispiel die Diakonie Mitteldeutschland geschafft, in einem im Jahr 2014 eingerichteten Flüchtlingsfonds bisher mehr als 200.000 Euro Spenden einzuwerben. Mit dem Geld wurde mehr als 150 Familien geholfen, vor allem Geflüchteten aus Syrien. Die Fördertätigkeit des Flüchtlingsfonds der Diakonie Mitteldeutschland konzentriert sich gegenwärtig vor allem darauf, Frauen und Kinder aus den Bürgerkriegsregionen nach Mitteldeutschland zu holen. Die Förderungen finden im Rahmen der „Familien-Zusammenführung“ statt: Anerkannte Flüchtlinge können ihre Angehörigen (meist Frauen und Kinder) unter bestimmten Umständen aus den Kriegsgebieten und Flüchtlingslagern nachholen.
Oberkirchenrat Eberhard Grüneberg, Vorstandsvorsitzender der Diakonie Mitteldeutschland: „Das ist keine Übertreibung: Jede Spende rettet Leben!“ Beispielsweise das des heute 20jährigen Yazil aus Syrien. Yazil sollte eingezogen werden in die Armee Assads. Sein Vater wollte das verhindern. Also schaffte er erst seine Familie ins benachbarte Jordanien und floh dann allein nach Deutschland. Fast 18 Monate hat es gedauert, bis alle rechtlichen Fragen geklärt waren. Erst dann konnte er seine inzwischen völlig mittellose Familie wieder in die Arme schließen. Das Flugticket, mit der die Frau und drei Kinder in die Freiheit gelangten, konnte nur mit Hilfe von Spenden bezahlt werden.

Die Bundesregierung hat mit einer Gesetzesänderung jüngst die humanitäre Hilfe deutlich erschwert. Die gegenwärtige Regelung, die für viele Geflüchtete den Familiennachzug bis zum 16. März 2018 aussetzt, ist unmenschlich, unbarmherzig und lebensgefährlich.

Eberhard Grüneberg: „Familien gehören zusammen. Allen anerkannten Flüchtlingen muss wieder das Recht eingeräumt werden, ihre Frauen und Kinder schnellstmöglich nachzuholen. Durch die aktuelle Regelung sehen sich wieder mehr Frauen und Kinder gezwungen, die gefährliche Flucht in unsicheren Booten über das Mittelmehr anzutreten. Wir fordern, dass diese Gesetzesänderung unverzüglich zurückgenommen wird.“

Die Förderung aus dem Flüchtlingsfonds der Diakonie Mitteldeutschland findet in enger Zusammenarbeit mit den Diakonie-Beratungsstellen vor Ort statt. Die Spendenhilfe ist gekoppelt an eine umfangreiche Unterstützung für die Familien. Ziel ist es, nicht nur die Einreise zu ermöglichen, sondern auch das Ankommen zu erleichtern.

Spenden werden erbeten auf das Spendenkonto der Diakonie Mitteldeutschland mit der IBAN DE54 5206 0410 0408 0005 30, Kennwort: Flüchtlingshilfe.

50 Euro kostet im Schnitt die Fahrt zur nächsten Botschaft, 100 Euro der Zuschuss zur medizinischen Behandlung, 300 Euro genügen oft, um ein Flugticket zu finanzieren.

Spendenkonto - Flüchtlingsfonds

Hilfe für Flüchtlinge
in Mitteldeutschland

Spendenkonto
der Diakonie Mitteldeutschland
IBAN: DE54 5206 0410 0408 0005 30
BIC: GENODEF1EK1

Evangelische Bank eG
Kennwort: Flüchtlingshilfe

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