Hoffnung für Osteuropa

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Gina Flachsbart
Referentin Ökumenische Diakonie

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Jahresbericht 2020

Hoffnung für Osteuropa in Zeiten von Corona

Seit den 90er Jahren unterstützt die Aktion „Hoffnung für Osteuropa“ soziale Projekte in den ehemaligen Ostblockstaaten. Initiiert von Menschen aus Mitteldeutschland soll „Hilfe zur Selbsthilfe“ vorangebracht werden. Im Corona-Jahr 2020 war diese Hilfe besonders wichtig. Die Pandemie trifft die Ärmsten am härtesten. Viele Menschen konnten wegen strenger Ausgangsregeln nicht mehr arbeiten. Es fehlten Medikamente und teilweise sogar Lebensmittel. Die schwachen Sozialsysteme konnten den plötzlichen Hilfebedarf nicht mehr stemmen.

Finanzielle Situation

„Hoffnung für Osteuropa“ finanziert sich aus Spenden und Kollekten. Die Einnahmen beliefen sich 2020 auf 55.206,37 Euro. Aufgrund der Corona-Pandemie konnten einige Begegnungsreisen zwischen den Partnerländern noch nicht stattfinden. Geschlossene Grenzen erschwerten darüber hinaus die Umsetzung und Weiterführung einiger Projekte. Ausgezahlt werden konnten deshalb in 2020 zunächst 33.459,92 Euro. Die verbleibenden Mittel werden in 2021 unseren Hilfsprojekten zur Verfügung gestellt.

Zusammenarbeit mit den Initiativen

An der Aktion „Hoffnung für Osteuropa“ beteiligen sich eine Vielzahl an Vereinen und Initiativen aus der Region Mitteldeutschland. Neben der Auslandsarbeit in Mittel-, Ost- und Südosteuropa steht der gemeinsame Austausch der helfenden Akteure im Vordergrund. In der Regel gibt es zwei Austauschtreffen pro Jahr. Über die letzten Jahrzehnte sind dadurch wertvolle Partnerschaften entstanden. Im Rahmen dieser Zusammenkünfte tagt auch der Vergabeausschuss, trifft die Förderentscheidungen und berät über die künftige Vorgehensweise.

Aktuelle Projekte

Die Aktion „Hoffnung für Osteuropa“ unterstützt soziale und diakonische Einrichtungen in Osteuropa, fördert Bauprojekte und internationale Begegnungen. 2020 wurden 14 Förderungen umgesetzt. Zwei Beispiele aus der Praxis:

Überlebenshilfe in der Ukraine

In der Region Tscherkasy in der Ukraine hat sich die ohnehin schon hohe Arbeitslosigkeit im Krisenjahr 2020 verfünffacht. Wegen der Quarantänebestimmungen können vielen Menschen derzeit nicht arbeiten. Die Not ist groß.
Die gemeinnützigen „Ukrainefreunde Gotha“ organisierten gemeinsam mit der ukrainischen Organisation „Dobra Swistka“ Hilfe für die notleidenden Menschen. Mehr als 100 Lebensmittelpakete sowie Medikamente konnten dank Spendenhilfe gekauft, transportiert und verteilt werden.

Christliches Kinderzentrum in Weißrussland

Seit vielen Jahren unterstützt eine Initiative aus Rudolstadt das Kinderzentrum im weißrussischen Gomel. In rund 30 Arbeitsgemeinschaften lernen die Kinder spielerisch alles, was für das Leben wichtig ist.
Die Bildungsaktionen sind für die Kinder kostenfrei. Das Projekt wird auch aus den Spenden der Aktion „Hoffnung für Osteuropa“ unterstützt. Der Ausbruch der Corona-Pandemie hat die Arbeit des Kinderzentrums erschwert. Trotzdem konnten die meisten Maßnahmen mit Hygiene-Konzepten und Vorsichtsmaßnahmen im vergangenen Jahr fortgeführt werden.