Unser Blog

Der Blog der Diakonie Mitteldeutschland stellt verschiedene Themen, Projekte und Informationen zu unserer Arbeit dar. Gern laden wir Sie zum Lesen, Kommentieren und Teilen unserer Blogbeiträge ein. Bei Fragen zum Blog können Sie sich an die entsprechenden Autoren der Blogbeiträge oder an fuerstenau(at)diakonie-ekm.de wenden. Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen mit unserem Blog.

Was bleibt. Weitergeben. Schenken. Stiften. Vererben.

blog_1_312.jpg(10. Mai 2022) Was bleibt von mir, wenn ich nicht mehr bin? Wie möchte ich in Erinnerung bleiben? Was kann und sollte ich regeln? Viele Menschen stellen sich im Laufe ihres Lebens diese Fragen. Dieser Beitrag gibt einen Einblick, was über unseren Tod hinaus bleiben kann.

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Ein Tag in einer Migrationsberatung in Quedlinburg

beratung_1_448.jpg(14. April 2022) Stefan Blasek ordnet noch ein paar Unterlagen. Freitag, 8.15 Uhr, Tee dampft in der Tasse. Er sitzt vor einer Tafel in einem kleinen Seminarraum der Kreisvolkshochschule Harz in Quedlinburg. An den Wänden Verse von Friedrich Gottlieb Klopstock. Die kunstvollen Worte des Dichters, 1724 in Quedlinburg geboren, passen nicht zur Aufgabe dieses Tages: Menschen in ihrem Ankommen in Deutschland beraten.

Schnell noch eine Mail und ein Blick auf das Diensthandy. Wir haben ein paar Minuten für ein kurzes Vorgespräch. Was wird heute passieren, was steht auf dem Dienstplan? Ich werde Stefan Blasek einen Tag lang in seiner Arbeit begleiten. Schnell einigen wir uns auf das „Du“. In der Migrationsberatung geht es um eine einfache und verständliche Sprache, um Zugang und Gespräche auf Augenhöhe. Stefan Blasek, 32, hat sich deshalb angewöhnt, auch seinen Klientinnen und Klienten das Du anzubieten.

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"Aber der Besatzer schießt oft morgens"

ukraine_schutzraum_140.jpg(1. März 2022) Furchtbare Bilder erreichen uns in diesen Tagen aus der Ukraine: Zerbombte Häuser, brennende Militärfahrzeuge, tausende Menschen auf der Flucht vor dem Krieg – ein Krieg, der mitten in Europa stattfindet. Für viele ist das noch immer surreal und schwer zu verstehen. Für die Menschen in der Ukraine ist die Furcht vor einem Angriff bittere Wahrheit geworden. Die Diakonie Mitteldeutschland und „Brot für die Welt“ unterstützen seit Jahren Gemeinden und die Menschen vor Ort. Was wir gerade von einer Kontaktperson im Zentrum der Ukraine erfahren haben, lesen Sie in diesem Beitrag.

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Zuversicht trotz harter Zeiten - Wohnungslosigkeit während der Corona-Pandemie

blog_4_549.jpg(20. Februar 2022) Ein Einzelzimmer mit Bett, Schrank, Tisch und ein kleiner Fernseher. Ein Fenster mit Blick auf den Hof. Dreimal am Tag Essen, das vor die Tür gestellt wird. Dusch- und Toilettengänge mit Anmeldung und immer einzeln. Nein, das ist nicht die Einzelhaft eines Gefängnisses. So sind wohnungslose Menschen untergebracht, die sich mit dem Corona-Virus infiziert haben. Sie sind frei und müssen sich doch abgrenzen um andere Menschen in der Einrichtung zu schützen. Die Isolation kann hart und nervenaufreibend sein. Wie wohnungslose Menschen die Pandemie meistern, darüber berichten Mitarbeitende und Bewohner des „Haus Zuflucht“ in Erfurt.

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Suchtkranke Menschen: Verlierer der Pandemie

gruppenbild_aus_video_232.jpg(2. Dezember 2021) Die Kontaktbeschränkungen der Corona-Pandemie waren für uns alle hart – und werden jetzt leider wieder notwendig. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier rief erst diese Woche zur Reduzierung persönlicher Kontakte auf. Besonders stark leiden suchtkranke Menschen unter der Isolation. Soziale Kontakte geben ihnen Sicherheit, Ablenkung, eine Perspektive und helfen, einen Rückfall zu vermeiden. Über die Herausforderungen der Suchtberatung in Corona-Zeiten haben wir mit der Diako Thüringen in Gera gesprochen. Das Gespräch war Teil des Diakonieberichtes auf der Synode der evangelischen Kirche in Mitteldeutschland am 18. November 2021.

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An vorderster Front für das Kindeswohl

blog_1_424.jpg(25. November 2021) Die Corona-Pandemie hat die Lebenswirklichkeit von Familien und Kindern stark verändert. Viele Routinen fielen weg, Unterstützung war nicht oder nur eingeschränkt verfügbar. Welchen Einfluss die Pandemie-Bedingungen auf die ambulante Erziehungshilfe hat, darüber haben wir mit dem Team des Diakonischen Werkes Henneberger Land e.V. in Suhl gesprochen. Lesen Sie hier den Auszug aus dem Diakoniebericht, den Oberkirchenrat Christoph Stolte auf der Synode der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland am 18. November 2021 gehalten hat.

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Trauern ist systemrelevant!

blog_1_347.jpg(21. November 2021) Trauern ist ein unangenehmes Thema. Die meisten Menschen wollen sich damit besser nicht befassen. Im Alltag wird es verdrängt, die eigene Trauer wird oft gar nicht erst richtig wahrgenommen. Das Leid der Corona-Pandemie hat das Trauern in unserer Gesellschaft wieder in den Fokus gerückt – und gleichzeitig war die Trauerverarbeitung so schwer wie nie. Wir haben über das Thema mit Kristi Gräf gesprochen. Sie ist Leiterin des Trauerinstituts der Pfeifferschen Stiftungen zu Magdeburg.


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Erfahrungen aus der Pandemiezeit - Diakoniebericht auf der EKM-Synode 2021

stolte_mv21_938.jpg(18. November 2021) „Das zweite Jahr Leben und Arbeiten unter den Bedingungen der Pandemie geht seinem Ende entgegen. Diese Zeit hat uns verändert. Jeder hat auf seine Weise einschränkende, manchmal schmerzhafte Erfahrungen gemacht und zugleich Bereicherndes entdeckt.“

Oberkirchenrat Christoph Stolte berichtete am 18. November auf der Herbstsynode der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland von Gesprächen, Erfahrungen und Entwicklungen in diakonischen Einrichtungen. In diesem Blogbeitrag lesen Sie einen Auszug seines Berichtes.

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Urlaub in den Ferien - nur ein ferner Traum?

blog_1_256.jpg(20. September 2021) Die ersten Wochen des neuen Schuljahres in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sind geschafft! Mit leuchtenden Augen und geröteten Wangen haben sich die Schülerinnen und Schüler über ihre aufregenden Ferienabenteuer ausgetauscht. Erzählungen von schönen Reisen, abwechslungsreichen Ferienfreizeiten und spannenden Ausflügen kursierten dann im Klassenraum und auf dem Schulhof. Das ist der Moment, an dem sich einige Schulkinder zurückziehen – Sie haben nichts zu erzählen. Jedes fünfte Kind in Mitteldeutschland ist arm oder massiv von Armut bedroht. Urlaubsfahrten in den Ferien? Für die Eltern unbezahlbar! Gegen diese soziale Ungerechtigkeit wirkt unsere Aktion „Kindern Urlaub schenken“. Mehr über die Aktionen in den Sommerferien lesen Sie bei uns im Blog.

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Hani und Hamadi - Familien gehören zusammen

hani_+_hamadi_125.jpg(26. August 2021) Hamadi Omar Ali spricht ruhig und leise, die Fragen beantwortet er in kurzen englischen Sätzen. Er wirkt bedächtig, vorsichtig und fast emotionslos. Er unterbricht immer wieder kurz, um seiner Schwester Hani und seiner Mutter Hawa auf Somali zu erklären, was er gerade erzählt hat. Es geht im Gespräch vor allem um entsetzliche und traumatische Erlebnisse einer Vertreibung und Flucht, Erlebnisse, bei denen man sich fragt, wie ein heute 15jähriger Junge und seine zwei Jahre jüngere Schwester all das ertragen konnten und tragen können. Die Plattenbauwohnung in Salzwedel ist für sie nun der sicherste Ort der Welt …

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Zum Start der Arbeitsrechtlichen Kommission, 23. Juni 2021

von_witten_b_ro_432.jpg(24. August 2021) Dass es die Arbeitsrechtliche Kommission überhaupt geben soll und gibt, ist in einem Konzept, einer Idee begründet: der Dritte Weg. Wir gebrauchen diese Bezeichnung als terminus technicus und unterstellen allzu oft, dass schon jeder wüsste, was damit gemeint ist. Aber es ist eben ein Weg, nicht das Ziel. Ein Weg mit krummen Linien, unübersichtlichen Abschnitten, Wegmarken und Hinweisschildern, Witterungseinflüssen. Wir reden ja bewusst nicht von der Ewigkeit, vom Angekommensein, von einer Insel der Glückseligkeit. Das sollten wir unterwegs nicht vergessen, dass zum Beschreiten von Wegen die Mühen, die Durststrecken, der Gegenwind, das manchmal schwere Gepäck, mal zu viel Sonne und mal das Frösteln gehören. Da ist es ganz ehrlich und angemessen, von dem „mühsamen“ Dritten Weg, auch vom „umstrittenen“ Dritten Weg zu sprechen – niemand hat Leichtigkeit versprochen. Verbesserungen sind möglich, aber der Wege- und Straßenbau ist immer ein harter Job.

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Klartext statt Klatschen - jetzt rede ich!

blog_1_839.png(21. April 2021) Liebe Pflegerinnen und Pfleger, wie geht es Ihnen? Werden Sie das oft gefragt? Wie geht es Ihnen – mit den Pandemiewellen, die uns alle und die Pflege besonders in Schach hielten und halten? Eine Frage, die zu selten gestellt wird – gerade an unsere engagierten Pflegekräfte. Es wird viel über sie, aber zu wenig mit ihnen geredet. Deswegen starten wir den Aufruf „Klartext statt Klatschen!“ Die Hintergründe zur Aktion lesen Sie in diesem Blog.

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Zwischen Not und Hoffnung - Bahnhofsmissionen warnen vor verschärfter Armut

blogfoto_mikutta_2_850.jpg(16. April 2021) „Bahnhofsmissionen sind ein Frühwarnsystem für gesellschaftliche und soziale Entwicklungen. Veränderungen beim Thema Armut fallen hier besonders schnell auf. Die Entwicklung ist besorgniserregend.“ Constantin Schnee (56), Leiter der Bahnhofsmission Halberstadt, schildert im Gespräch, wie dramatisch sich die Situation für Menschen in Notlagen seit Beginn der Corona-Pandemie verschärft hat.

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Kümmern statt klatschen - Diakonie und Kirche bitten um Mithilfe

tw_feed_1_319.png(23. Dezember 2020) Die Diakonie Mitteldeutschland und die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM) starten angesichts dramatischer Situationen in Pflege- und Wohnheimen der Diakonie den Aufruf „Kümmern statt Klatschen“. Damit sollen Menschen gewonnen werden, die dort helfen, wo Unterstützung dringend gebraucht wird. Wir suchen Menschen, die mit anpacken können. In der Coronapandemie wird die Personaldecke vieler Einrichtungen zunehmend dünner. Viele Mitarbeitende sind aufgrund von Erschöpfung, Krankheit und Quarantänen nicht im Dienst. Es wird schwerer, Dienstpläne zu gestalten und eine angemessene Betreuung der Menschen sicherzustellen. Wir wollen die Einrichtungen unterstützen. Wie genau das funktionieren soll, lesen Sie in unserem Blog.

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Corona zum Trotz - Diakonie ist Begegnung!

blog_1_348.jpg(19. November 2020) Am 19. und 20. November findet die erste digitale Synodentagung der Evangelischen Landeskirche in Mitteldeutschland (EKM) statt. Coronabedingt kann das Treffen nur digital stattfinden. Corona – das ist auch das Thema, welches OKR Christoph Stolte in den letzten Wochen und Monaten sehr beschäftigt hat. Die Auswirkungen auf diakonische Arbeit, neue Erfahrungen und Herausforderungen, die gemeistert wurden oder noch zu meistern sind – das und mehr lesen Sie in seinem Bericht auf der 11. Tagung der II. Landessynode der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland. In diesem Blog ist ein Auszug daraus veröffentlicht.

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Wenn der große Rückfall droht... - Die Suchtkrankenhilfe in der Coronakrise

whiskey-4144391_1920_994.jpg(4. November 2020) Fehlende soziale Kontakte, Einsamkeit, aber auch Langeweile oder Überforderung - Die Probleme, mit denen sich viele in der Coronakrise konfrontiert sehen, sind vielfältig. Für Menschen mit Suchterkrankungen ist die Zeit besonders schwer. Soziale Netze fangen können sie nicht auffangen, Selbsthilfegruppen können sich nicht treffen. Ein Rückfall in die Sucht droht. Wir haben mit Stefanie H. (Name geändert) über ihre Erfahrungen gesprochen. Sie ist Mitglied einer Selbsthilfegruppe der Diakonie in Mitteldeutschland. Das Gespräch ist Teil des Berichtes, der am 19. und 20. November auf der digitalen Tagung der Landessynoder Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland eine Rolle spielen wird.

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Die Diakonie Mitteldeutschland antwortet auf den AfD-Brief an Sozialeinrichtungen

afd_brief_375.jpg(26. Juni 2020) Träger Sozialer Arbeit in Sachsen-Anhalt haben in den vergangenen Tagen einen offenen Brief der AfD-Fraktion im Landtag von Sachsen-Anhalt erhalten. Die Diakonie Mitteldeutschland antwortet öffentlich auf das Schreiben an ihre Mitgliedseinrichtungen.

Sehr geehrter Herr Kirchner, sehr geehrter Herr Siegmund,mit Datum vom 19. Mai 2020 haben Sie verschiedene diakonische Mitgliedseinrichtungen der Diakonie Mitteldeutschland angeschrieben. Als Landesverband der Diakonie in Sachsen-Anhalt veröffentlichen wir dazu diese Antwort. Sie behaupten, auf den Ausbruch von Sars-CoV-2 Infektionen in Deutschland hätten die politisch Verantwortlichen mit „unkoordinierten, widersprüchlichen und hysterischen Maßnahmen“ reagiert. Die durch das Handeln der politisch Verantwortlichen erfolgten Einschnitte in die Grundrechte und das Wirtschaftsleben seien vermeidbar gewesen.

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Corona-Pandemie trifft arme Menschen in Osteuropa besonders hart

hfo_pfarrer_antoli_perepelitza__berreicht_lebensmittel_964.png(13. Juni 2020) In Osteuropa leiden viele Menschen unter großer Armut. Die Not wird durch das Corona-Virus noch verschärft. Die Ärmsten trifft es am Härtesten. In der Ukraine zum Beispiel fehlt es an Schutzmaterialien wie Masken, medizinischem Personal und Versorgung und auch an Tests. Verheerend kommen die wirtschaftlichen und sozialen Folgen hinzu. Aufgrund der Ausgangssperre und des Zusammenbruchs lokaler Märkte brechen die Verdienstmöglichkeiten für ärmere und ältere Menschen einfach weg. Meist haben sie keine Ersparnisse und auch nur schwer Zugang zu den ohnehin geringen staatlichen Hilfen.

Die Initiativen der Aktion Hoffnung für Osteuropa haben sich und ihre Unterstützung schnell an diese neue und akute Situation angepasst. So hat sich der Verein Ukrainefreunde Gotha mit seinem jahrelangen Partner in der Region Tscherkasy in der Ukraine in Verbindung gesetzt.

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Ein Anker in der Krise

blog_1_553.jpg(18. Mai 2020) Manfred Hippe, 60 Jahre alt, ist es gewohnt, mit wenig auszukommen. Er lebt in einem Zelt, mitten in Halle, aber etwas versteckt vor neugierigen Blicken. „Man muss das nehmen, was man bekommt. Damit bin ich dann auch zufrieden.“ Das Hilfspaket aus der Wärmestube verschwindet im Rucksack. Dann fragt er noch nach Wundsalbe. Und er braucht Futter für seine Katze, um die er sich liebevoll kümmert. Die lebt mit ihm im Zelt. Manchmal übernachtet auch sein 30 jähriger Sohn Daniel bei ihm. „Ich habe ja zwei Zelte.“ Und Thomas W., der nicht erkannt werden will, kommt regelmäßig zu Besuch.

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Besuchsregeln in Pflegeheimen

dsc_7666_819.jpg(11. Mai 2020) Die scheinbar schlichte Frage „Ist die Würde alter Menschen gewahrt?“ führt in diesen Tagen zu einer schwierigen Herausforderung. Beim Ausbruch der Pandemie Covid-19 haben die Bundesländer durch Eindämmungsverordnungen rigoros Besuchsverbote für Pflegeheime erlassen. Basis dafür sind die jeweiligen Infektionsschutzgesetze. Ohne Zweifel war dieser Schritt sinnvoll und richtig und hat viele Menschen vor Ansteckung bewahrt. Der Corona-Virus wird für Menschen mit einer Vorerkrankung, mit einem schwachen Allgemeinzustand und hohem Lebensalter sehr schnell zu einer tödlichen Gefahr. Tatsächlich sind in verschiedenen Pflegeeinrichtungen in kurzer Zeit sehr viele Menschen verstorben. Die starke Einschränkung des Lebensumfeldes, der Bewegungs- und Kontaktentzug war notwendig. Es war dem Schutz der Gesundheit und zur Wahrung der Würde der einzelnen Menschen angemessen.

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