Hoffnung für Osteuropa 2021

Die Aktion „Hoffnung für Osteuropa“ unterstützt soziale Projekte im Osten Europas, z.B. in Litauen oder in Weißrussland, in Estland, Rumänien und anderen Ländern. Die Corona-Pandemie hat die Sozialsysteme dort teilweise derart überlastet, dass seit 2020 erstmals auch Nahrungsmittel- und Medikamentenhilfen notwendig wurden. Allmählich entspannt sich die Situation. 2021 konnten wieder neun Projekte finanziell gefördert werden.

Seit den 90er Jahren unterstützt die Aktion „Hoffnung für Osteuropa“ soziale Projekte in den ehemaligen Ostblockstaaten. Initiiert von Menschen aus Mitteldeutschland soll „Hilfe zur Selbsthilfe“ vorangebracht werden. Im zweiten Corona-Jahr in Folge war diese Hilfe besonders wichtig. Die Pandemie trifft die Ärmsten am härtesten. Viele Menschen konnten wegen strenger Ausgangsregeln nicht mehr arbeiten. Es fehlten Medikamente und teilweise sogar Lebensmittel. Die schwachen Sozialsysteme konnten den plötzlichen Hilfebedarf nicht mehr stemmen.

„Hoffnung für Osteuropa“ finanziert sich aus Spenden und Kollekten. Die Einnahmen beliefen sich 2021 auf 22.024,08 Euro. Aufgrund der Corona-Pandemie konnten auch im Jahr 2021 einige Begegnungsreisen zwischen den Partnerländern noch nicht stattfinden. Ausgezahlt werden konnten deshalb in 2021 zunächst 12.093,81 Euro. Die verbleibenden Mittel werden in 2022 unseren Hilfsprojekten zur Verfügung gestellt.

An der Aktion „Hoffnung für Osteuropa“ beteiligt sich eine Vielzahl von Vereinen und Initiativen aus der Region Mitteldeutschland. Neben der Auslandsarbeit in Mittel-, Ost- und Südosteuropa steht der gemeinsame Austausch der helfenden Akteure im Vordergrund. In der Regel gibt es zwei Austauschtreffen pro Jahr. Über die letzten Jahrzehnte sind dadurch wertvolle Partnerschaften entstanden. Im Rahmen dieser Zusammenkünfte tagt auch der Vergabeausschuss, trifft die Förderentscheidungen und berät über die künftige Vorgehensweise.

Die Aktion „Hoffnung für Osteuropa“ unterstützt soziale und diakonische Einrichtungen in Osteuropa, fördert Bauprojekte und internationale Begegnungen. 2021 wurden 9 Förderungen umgesetzt. Hier zwei Beispiele:

Seit vielen Jahren beispielsweise unterstützt eine Initiative aus Rudolstadt das Kinderzentrum im weißrussischen Gomel. Im Jahr 2021 konnte eine einwöchige Kindersommerbibelwoche für 62 Kinder im Alter von 6 – 13 Jahren organisiert und auch durchgeführt werden. Die finanzielle Situation hat sich bei sehr vielen Familien während der Corona-Pandemie stark

verschlechtert. Mit dem interessanten und lehrreichen Programm konnte den Kindern geholfen werden, nicht nur die Freizeit gut zu verbringen, sondern auch nützliche Fähigkeiten für das Leben zu erwerben. Die Bildungsaktionen sind für die Kinder kostenfrei.

Die Kirchengemeinde in Tallinn zum Beispiel kümmert sich um Seniorinnen und Senioren, betreibt eine Sonntagsschule und einen Kindergarten. Die Einrichtung ist auf Spenden angewiesen. Außerdem bildet das Gästehaus eine wichtige Einnahmequelle. Wegen der Corona-Einschränkungen war das allerdings lange Zeit geschlossen. Für die Gemeinde entstand eine äußerst schwierige finanzielle Situation. Helfen konnten wir in Zusammenarbeit mit einer Kirchgemeinde aus Halle (Saale). Eine Freiwillige im Ökumenischen Friedensdienst unterstützte die Kindergarten- und Gemeindearbeit in Tallinn. Mit Spenden aus der Aktion „Hoffnung für Osteuropa“ konnten außerdem die Heiz- und Wasserkosten bestritten werden.

Jetzt für die Aktion Hoffnung für Osteuropa spenden!