Kümmern statt klatschen - Diakonie und Kirche bitten um Mithilfe

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OKR Christoph Stolte
Vorstandsvorsitzender der Diakonie Mitteldeutschland

Merseburger Straße 44, 06110 Halle (Saale)
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(23. Dezember 2020) Die Diakonie Mitteldeutschland und die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM) starten angesichts dramatischer Situationen in Pflege- und Wohnheimen der Diakonie den Aufruf „Kümmern statt Klatschen“. Damit sollen Menschen gewonnen werden, die dort helfen, wo Unterstützung dringend gebraucht wird. Wir suchen Menschen, die mit anpacken können. In der Coronapandemie wird die Personaldecke vieler Einrichtungen zunehmend dünner. Viele Mitarbeitende sind aufgrund von Erschöpfung, Krankheit und Quarantänen nicht im Dienst. Es wird schwerer, Dienstpläne zu gestalten und eine angemessene Betreuung der Menschen sicherzustellen. Wir wollen die Einrichtungen unterstützen. Wie genau das funktionieren soll, lesen Sie in unserem Blog.

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„Kümmern statt Klatschen“ – denn gerade über die Weihnachtsfeiertage wird die Personaldecke zu kurz. Sie möchten eine Einrichtung in Ihrer Nähe unterstützen? Bitte melden Sie sich bei uns! (Foto: Diakonie Mitteldeutschland)

Wie ist die aktuelle Lage?
Immer mehr Pflegeeinrichtungen und Wohnheime für Menschen mit geistiger Behinderung zeigen eine Überlastung. Das Personal wird knapp – gerade jetzt über die Weihnachtsfeiertage. Die Versorgung der Bewohnerinnen und Bewohner kann oft nur mit Mühe oder externer Hilfe sichergestellt werden. Zusätzliche Aufgaben aus den Hygienekonzepten, Krankmeldungen von Mitarbeitenden und die nun massiv verstärkte Durchführung von Corona-Tests verschärfen die Lage. Der Ruf nach mehr Personal ist schon vor Wochen laut geworden.

Viele unserer Kolleginnen und Kollegen in den Einrichtungen haben in den neun Monaten Pandemie viele Mehrarbeitsstunden geleistet – oft in Schutzausrüstung. Seit Wochen wird in vielen Bereichen in kräftezehrenden Zwölf-Stunden-Schichten gearbeitet. Die Mitarbeitenden sind physisch und psychisch erschöpft und werden krank. Dazu kommen Quarantänen, Betreuung der Kinder und anderes mehr.

Oberkirchenrat Christoph Stolte, Vorstandsvorsitzender der Diakonie Mitteldeutschland, sagt dazu: „Wir wissen von einzelnen Einrichtungen, in denen mehr als zwei Drittel der Mitarbeitenden krankgemeldet sind. Die Zahl der Infektionen in den stationären Einrichtungen steigt täglich an. Beifall klatschen war gestern, jetzt brauchen wir helfende Hände, Menschen, die mit zupacken, um die Arbeit in den stationären Einrichtungen zu entlasten.“

Landesbischof Friedrich Kramer ergänzt: „Das Virus kennt keine Feiertage und keine Pause. Die Situation ist dramatisch. Die Mitarbeitenden in den Einrichtungen brauchen nicht nur unseren dankbaren Respekt, sondern jetzt spürbare Hilfe und Entlastung. Das ist eine Herzensbitte.“

Wie können Sie uns unterstützen?
Wir haben in den vergangenen Tagen intensiv überlegt, in welcher Weise wir die Einrichtungen unterstützen können. Die Lage ohnmächtig und hilflos hinzunehmen, ist uns zu wenig. Vor gut 14 Tagen haben wir als Diakonie Mitteldeutschland öffentlich gemacht, welche Folgen die Ausbreitung des Corona-Virus für die Einrichtungen der Pflege hat. Wir können und müssen versuchen, Menschen zur Hilfe in unseren Einrichtungen zu gewinnen.

Mit dem Aufruf „Kümmern statt Klatschen“ wollen wir gemeinsam mit der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) Menschen gewinnen, die Einrichtungen entlasten können. Haben Sie pflegerische Erfahrung? Oder einen sozialen Beruf erlernt? Haben Sie Erfahrungen in der Gastronomie und können bestimmte Hygieneprüfungen nachweisen? Wir suchen Menschen mit ganz unterschiedlichen Erfahrungen und Qualifikationen. Falls Sie Interesse daran haben, jetzt mit anzupacken, dann melden Sie sich bitte bei uns: https://www.diakonie-mitteldeutschland.de/kuemmern-statt-klatschen

Die Einrichtungen vor Ort entscheiden, welche Art von Unterstützung gebraucht wird, ob Helferinnen und Helfer geeignet sind und wo und wie sie konkret eingesetzt werden können. Geben Sie den Link zu unserer Plattform gern auch an engagierte Freunde, Bekannte und Kollegen weiter.

Teilen Sie gern auch die Videobotschaft von Oberkrichenrat Christoph Stolte, in welcher er erklärt, wieso wir gerade jetzt dringend handeln müssen.

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