Diakonie Corona Hilfe im Jahr 2021

Die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie treffen die Ärmsten am härtesten. Im März 2020 riefen deshalb EKM-Landesbischof Friedrich Kramer und Anhalts Kirchenpräsident Joachim Liebig gemeinsam mit der Diakonie Mitteldeutschland zu Spenden auf. Ziel war es, soziale Notlagen zu lindern und soziale Angebote – z.B. von Tafeln, Wärmestuben und Beratungsstellen – offen zu halten. Mit Unterstützung der Share Value Stiftung und vieler Spenderinnen und Spender konnten wir 2020 und 2021 soziale Hilfen für Menschen in Not mit rund 150.000 Euro fördern.

Die Pandemie verändert unseren Alltag. Für Hilfsbedürftige bedeuten die besonderen Umstände deutlich tiefere Einschnitte und Herausforderungen. Homeschooling und Kontaktbeschränkungen treffen Haushalte mit kleinen Einkommen besonders stark. Dank Spendenhilfe konnten wir soziale Angebote und Dienste für Menschen in Notlagen unterstützen.

Schon im März 2020 riefen der EKM-Landesbischof Friedrich Kramer, Anhalts Kirchenpräsident Joachim Liebig und Diakonie-Chef Christoph Stolte gemeinsam die „Diakonie Corona Hilfe“ ins Leben. Anlass bildeten die Hilferufe einiger Tafeln, Suppenküchen und Wärmestuben. Wegen vermehrter Vorratskäufe in Supermärkten gingen wesentlich weniger Lebensmittelspenden bei den Hilfsstätten ein. Dank Spendenhilfe konnten zusätzliche Waren gekauft und verteilt werden.

Der Bedarf erweiterte sich bald. Kindertreffs und Familienberatungen brauchten zunehmend ebenfalls Unterstützung. Vor allem einkommensschwache Haushalte waren den technischen und didaktischen Anforderungen des Homeschoolings nicht immer gut gewachsen. In einigen Familien gab es keinen Drucker, mancherorts mussten mehrere Geschwister mit einem Laptop zurechtkommen. Das wird dann schwierig, wenn zwei Kinder zur gleichen Zeit in unterschiedlichen Video-Unterrichts-Stunden zu erscheinen haben. Vor allem war es keinesfalls einfach, die richtigen Aufgaben zur richtigen Zeit über den richtigen Kanal an der richtigen Stelle abzugeben. Das bestätigen auch unsere Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter.

Unsere Diakonie-Einrichtungen boten Hilfe an. In kleinen Gruppen oder in Einzelbetreuung fanden Hausaufgaben-Stunden statt. Arbeitsblätter wurden ausdruckt oder eingescannt, Schreibtische neu eingerichtet. Per Telefon, Kurznachrichten und natürlich in Spaziergängen unterstützten die Kolleginnen und Kollegen aus den Sozialeinrichtungen Kinder und Eltern. Einige haben von dieser besonderen Hilfe außergewöhnlich gut profitiert. Manche Noten haben sich spürbar verbessert.

Gleichzeitig wurde deutlich, wie sehr die Pandemie die Arbeitsweisen unserer diakonischen Beratungsstellen und Hilfeeinrichtungen veränderte. Während sich zwischen März und Mai 2020 soziale Maßnahmen verschieben ließen, war das bei späteren Lockdown-Situationen nicht mehr möglich. Sozialtrainings verlieren ihre Wirkung, wenn die Einheiten zu lang auseinanderliegen. Auch für Schwangerschaftskonfliktberatungen steht nur ein äußerst begrenztes Zeitfenster zur Verfügung.

In zahlreichen Einrichtungen wurden deshalb Video-Beratungen eingeführt. Dazu brauchte es neue Technik, Software und teilweise auch Schulungen. Über unsere Diakonie Corona Hilfe war es möglich, sehr schnell und sehr unbürokratisch die nötigen Voraussetzungen zu schaffen.

Innerhalb der Aktion wurden 80 Maßnahmen mit einer Gesamtsumme von rund 150.000 Euro unterstützt. Etwa 15.000 Euro wurden für Spenderbetreuung, Werbung und Projektbegleitung aufgewendet. Wir sind dankbar für die große Unterstützung.

Die Diakonie Corona Hilfe werden wir jetzt beenden. Wenn Sie die soziale Arbeit von Kirche und Diakonie unterstützen möchten, bitten wir um eine Spende für unser Programm Diakonie: Hilfe vor Ort.